Positive Aussichten auf dem russischen Landtechnikmarkt

Trotz Krise hat das sehr gute Ergebnis der AgroTech Russia 2009 gezeigt, dass die Branche den Kopf nicht in den Sand steckt.

Viele internationale Unternehmen sind davon überzeugt, dass die Lage sich bald wieder verbessern wird, obwohl das Jahr 2009 schwierig war und die Exporte nach Russland stark zurück gegangen sind. Der Tenor aus der Branche lässt hoffen, denn die meisten Unternehmen betrachten den russischen Markt weiterhin als Markt der Zukunft, in den sie investieren wollen.

Laut Meldung des Russischen Landwirtschaftsministeriums wird die Saatfläche in 2010 um rund 400 Tsd. ha erweitert und rund 78,2 Mio. ha betragen. Um diese Fläche zu bewirtschaften, brauchen die landwirtschaftlichen Betriebe ausreichend technische Mittel.

Entsprechend Befragung von 550 landwirtschaftlichen Betrieben in Russland, die im Auftrag vonVDMA Landtechnik durchgeführt wurde, haben nur 30,3  % der Befragten bestätigt, dass ihre technische Ausstattung für das Erreichen der gesetzten Ziele genügt.

Um die Landwirte zu unterstützen, werden der russischen Agrarwirtschaft rund 800 Mrd. Rubel in Form von Krediten zur Verfügung gestellt, davon 70 Mrd. Rubel verbilligte Kredite für den Erwerb der heimischen Landtechnik.

Der Kreditzugang für die Finanzierung der importierten Technik sollte ebenfalls erleichtert werden. Im Vergleich zu Anfang 2009 sind die Kreditzinsen wieder gesunken und betragen heute rund 18 bis 20%.

Zusätzlich versucht das russische Agrarministerium mit den Banken günstige Jahreszinsen für langfristige Agrardarlehen, die höchstens 12 % betragen sollten, auszuhandeln. Die Agrarkredite werden über Vneschekonombank, Roselkhosbank, Sberbank, Gasprombank und MDM-Bank vergeben. Um die Kreditierung der Agrarwirtschaft in 2010 sichern zu können, vergrößern die Banken Ihre Kreditvolumen, so plant die Rosselkhosbank die Kreditmittel um 34 % auf 820 Mrd. Rubel zu erweitern.

Die Stärkung des Rubels begünstigt den Erwerb ausländischer Technik um ca. 10 % im Vergleich zum Vorjahr. Im Gespräch auf Regierungsebene ist auch die Senkung der Einfuhrzölle für Traktoren und selbstfahrende Technik sowie die Aufnahme der in Russland produzierten ausländischer Technik in die staatlichen Förderprogramme.

Des Weiteren ergreift die russische Regierung Maßnahmen zur Sicherung des Erwerbs von Mineraldünger, Kraft- und Schmierstoffen, Saatgut und Pflanzenschutzmitteln für eine erfolgreiche Durchführung der Aussaatkampagne. So wurden Vereinbarungen über die Reduzierung der Preise für Kraftstoffe und Düngemittel um 10 % getroffen.